Geschichte der FF Hausleiten
 
Gründungsjahr bis zum 1. Weltkrieg
Zwischenkriegszeit
Wiederaufbau, erstes Auto, Hochwasser
große Veränderungen, 100 Jahre FF
neues Haus, 2 neue Fahrzeuge
alle Kommandanten der Feuerwehr
 
     
 
13.01.1884: Gründungsversammlung
 
im Gasthaus Weiß (später Krapf) in Anwesenheit von Bürgermeister Schwayer. Zum 1. Hauptmann wurde der Müllermeister Johann Grünberger gewählt. Am Ende dieses Jahres zählte die Feuerwehr 26 ausübende und 40 gründende (=10 Gulden im Jahr zahlende) Mitglieder. Der erste Einsatz war am 26.1.1884 beim Brand eines Schuppen, wo es gelang, "ohne Spritze großem Brandschaden vorzubeugen".

Dem Verein mangelte es natürlich an Geld. So zahlte jeder Feuerwehrmann seine Uniform aus eigener Tasche. Am 3. Feber 1884 fand bereits der erste Feuerwehrball statt. Für den Ankauf einer Löschspritze musste trotzdem noch gesammelt werden. So brachte man im Gründungsjahr 1.314 Gulden zusammen (u.a. spendete Kaiser Franz Josef 80 Gulden, die Gönnerin Hillebrand 100 Gulden).
 
1884: Die erste Hand-Spritze
 
war von der Firma Knaust und wurde am 8. Juni 1884 mit dem Fuhrwerk des Bürgermeisters aus Wien gebracht, unter großem Jubel unter einem Triumphbogen (!) in Empfang genommen und im Festzug durch den Ort geführt. Vor der "Feuerhütte" am oberen Hauptplatz segnete Pfarrer Hirsch das neue Gerät. Dann zogen alle ins Gasthaus, "woselbst zur Belustigung ein Konzert und ein Lust-Kegelscheiben" veranstaltet wurde.
 
Die ersten 10 Jahre
 
In eigenen Statuten und einer Dienstordnung wurden die Aufgabenbereiche genau beschrieben ("... und überhaupt alles Schreien und Lärmen vermeiden", Löschrequisiten möglichst schonen, kein Tabakrauchen, ...). Überdies erließ die Marktgemeinde eine eigene Feuerlöschordnung, die auch festlegte, dass "im Ernstfall jeder taugliche Einwohner" zur Hilfeleistung verpflichtet war und sich "müßige Zuschauer" vom Brandplatz fernhalten mussten, auch die Gasthäuser mussten schließen. Wer ein Feuer bemerkte, "musste Feuerlärm schlagen", der Mesner hatte "Sturm zu läuten, desgleichen die Hornisten Alarm zu blasen."

Kurios: 1889 brach während des Feuerwehrballs in der Scheune des Arztes Dr. Wagner ein Brand aus; 1890 feierte man den Ball im Gasthaus Weiß und die Scheune des Wirten Brandstätter (heute Eder) ging in Flammen auf...

Der Löschrayon unserer Feuerwehr reichte immerhin von Oberzögersdorf bis Stetteldorf. In den ersten 10 Jahren verzeichnete die Feuerwehr 24 Brandeinsätze (vgl. Stockerau mit 35). Dazu kam damals auch das Repräsentieren bei diversen staatlichen und kirchlichen Feiern oder bei Gründungen von Nachbarfeuerwehren (sogar bis nach Ober-St.Veit).

1894 verzichtete man auf große Feierlichkeiten und erbte beim Tod der Gönnerin Anna Hillebrand 3.850 Gulden.
 
Die Zeit bis zum 1. Weltkrieg Gründung der Feuerwehr
Im Frühjahr 1895 gab es 2 Großbrände in Gaisruck; im Herbst wurde die dortige Feuerwehr gegründet und die Hausleitner Kameraden kehrten "erst in später Abendstunde in heitester Stimmung" zurück.
 
Beim Donau-Hochwasser 1897 waren 170 Feuerwehren mit 3.500 Mann im Einsatz. Die Hausleitner errichteten in Schmida einen 70 Schritte langen Damm.

1899 zählte unsere Feuerwehr 38 gründende und 25 ausübende Mitglieder. 1902 führte die Automobilwettfahrt Paris - Wien durch Hausleiten. Die Feuerwehr hatte Ordnungsdienst und "hatte vollauf zu tun, um Unglücke zu vermeiden", weil "von ein Uhr Mittag bis spät am Abend die Automobile mit großer Geschwindigkeit durch den Ort rasten" ...

Am 4. Oktober 1904 wurde die Bahnlinie Stockerau - Absdorf feierlich eröffnet. Schulkinder, Vereine und die Bevölkerung versammelten sich am Bahnhof, wo der erste Zug hielt. Nach dem Festakt erhielten die Schulkinder Würstel, die Honoratioren des Ortes sprachen beim Festmahl "geistreiche Toast" aus ...
 
1907: Neues Zeughaus
 
In der "Feuerhütte" am Hauptplatz (gegenüber Franzel am Bach) waren schon vor Gründung der Feuerwehr Löschgeräte für den Jahrmarkt untergebracht. Da sie zu klein war, wurde ein neues Zeughaus in der "Kren-Gasse" (Kremser Straße) am "Wasserabzugsgraben zur Trift" (=Urlauberkreuz bei der Abzweigung nach Tulln) errichtet. Maurermeister Weidlinger aus Hausleiten stellte um 4.135 Kronen das Gebäude auf, in dem der Veteranenverein seinen Leichenwagen einstellte.
 
Neue Dampfspritze 1909: Jubiläum und Dampfspritze
1909 feierte man "25 Jahre FF Hausleiten" und den Ankauf einer Dampfspritze von der Firma Czermak. An der Feier nahmen 22 benachbarte Feuerwehren mit 266 Mann teil. Die neue Spritze kam in diesem Jahr gleich sechs Mal zum Einsatz, so auch beim Scheunenbrand bei Schretzmayer und Grundschober.
 
Das erste Weinlesefest erbrachte einen Reingewinn von 109 Kronen; die Subvention der Gemeinde betrug 50 Kronen.

1910 brannten in Eggendorf 9 Häuser und 20 Scheunen nieder. Die Löschaktion war wegen Wassermangel schwierig. Es musste eine 320 lange Leitung bergauf gelegt werden und unsere Dampfspritze speiste noch zwei weitere Spritzen.

Mitten im 1. Weltkrieg brannte 1915 der Schüttkasten der Pfarre auf dem Grund des heutigen neuen Friedhofsteiles ab. Von den Arbeitern der Schanzbauten war einer beim Rauchen eingeschlafen. Mit Unterstützung der Soldaten aus dem Barackenlager unterhalb der Kirche löschte die Feuerwehr das Feuer mit einer vom Bründl gelegten Leitung.

Sonst beschränkte sich die Tätigkeit der Feuerwehr nur auf das Notwendigste.
 
     
40 Jahre Feuerwehr und kein Geld
 
Dieses Jubiläum wurde schon 1923 groß gefeiert: Festgottesdienst, Kranzniederlegung, Kundgebung vor dem Kaiserdenkmal, Dekorierung verdienter Feuerwehrmänner, Gruppenübung (mit den Feuerwehrautos von Stockerau und Korneuburg, sowie der Motorspritze von Perzendorf!), Defilierung, Kommandantenversammlung, Reden, Dankesworte, Gedichte ... 500 Mann waren aufmaschiert, zu den Ehrengästen zählten u.a. der Obmann des Landesfeuerwehrverbandes und die Bezirkskommandanten von Stockerau, Korneuburg, Hollabrunn und Kirchberg.
 
 
1925 kostete in der Zeit der Geldentwertung und Wirtschaftskrise die Generalreparatur der Dampfspritze rund 18 Millionen Kronen. Die Zuwendung der Gemeinde für die Feuerwehr betrug 3 Millionen Kronen; ein Jahr später waren es 200 Schilling. Der Ball-Reingewinn machte 1925 rund 2,1 Millionen Kronen aus, 1926 waren es 276 Schilling ...
 
1932: Motorspritze und Jubiläum

In dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit lieferte die Firma Knaust ein Motorspritzen-Aggregat mit 26 PS um 7.000 Schilling. Den Großteil hatte die Feuerwehr angespart, die Gemeinde gab eine Subvention von S 1.500. Bereits am 1. Juni 1932 kam die Motorspritze zum Einsatz und im August überschwemmten große Wassermengen das Ortszentrum nach einem schweren Unwetter.
 
100 Jahre Marktgemeinde (1882) und 50 Jahre Feuerwehr (1884) wurden im Mai 1933 gemeinsam gefeiert. Abordnungen von 27 Feuerwehren waren bei der Segnung der neuen Spritze und bei der Schauübung dabei. Neue Motorspritze
 
1937: Schlauchturm für Zeughaus
 
1934 wurde der Platz bzw. das Straßenstück vor dem Feuerwehrhaus gepflastert und 200 Meter Schlauch angekauft. In den politisch unruhigen Zeiten wurde die Feuerwehr als Wach- und Sicherungsdienst in der Gemeinde eingesetzt.

Noch 1937 wurde der Schlauchturm neu errichtet, im Zeughaus eine Decke eingezogen und somit ein Dachboden geschaffen.
 
Anschluss und 2. Weltkrieg
 
Im März 1938 wurde die Feuerwehr zu einer Zwangsorganisation der NSDAP; den Hauptmann ersetzte der Wehrführer. Es wurden noch drei Übungen abgehalten, doch ein Teil der Mannschaft ließ sich entschuldigen. Ab 1939 gehörte die Feuerwehr der Hilfspolizei an. Mit Kriegsbeginn ließen die Aktivitäten nach; die Bücher wurden nicht mehr geführt, Löschgeräte und das Feuerwehrhaus wenig gepflegt. Es fehlt an geschulten und geübten Männern. Die Dampfspritze fror auf, eine neue Spritze wurde nicht mehr gekauft, Granaten beschädigten die Tore, das Gerät wurde unbrauchbar.

Die alte Handkraftspritze funktionierte noch und war nach dem Krieg so ziemlich das letzte brauchbare Requisit, das 1945 gleich wieder zum Einsatz kam, als es mit Hausleitner Feuerwehrmännern von einem russischen Militärfahrzeug zu einem Einsatz nach Gaisruck gezogen wurde.
 
     
Umzug zum Feuerwehr-Kirtag 1946: Wiederaufbau, Auto, Sirene und Uniformen
des Feuerwehrwesens in Hausleiten kann mit der Situation zur Zeit der Gründung verglichen werden. Junge Kameraden sammelten Schlauchmaterial u.ä. ein, das von Soldaten requirierten Fahrzeugen der Wiener Feuerwehr auf freier Straße abgeladen wurde.So wurde die Feuerwehr mit primitivsten Mitteln wieder halbwegs funktionsfähig gemacht.
 
1946 reparierte man das Zeughaus, kaufte zwei gebrauchte Motorspritzen und feierte wieder ein Weinlesefest.

1947 fand die erste Hauptversammlung nach dem Krieg statt; 10 junge Männer wurden neu aufgenommen.

Erst 1948 fand die erste Spritzenübung in der Ortsmitte statt (Benzinmangel und die Unbrauchbarkeit der beiden Spritzen hatten alles verzögert).
 
1949 wurde ein gebrauchtes US-Rot Kreuz-Fahrzeug erworben und in Eigenregie zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaut. Angekauft wurden auch 40 Arbeitsgarnituren und 36 Helme.

Nach einem Einsatz in Pettendorf berichtet die Cronik stolz: "Die war acht Minuten nach dem Hornsignal gestellt und leistete exakte und schnelle Arbeit, was ihr das Lob des Feuerwehrkommandanten von Stockerau eintrug". Am Pfingstmontag 1951 brannte in Goldgeben ein noch mit Stroh gedecktes Haus nieder; 1952 die Fabrik in der Neumühle bei Zaina.

1952 wurde endlich die erste Sirene am Zeughaus montiert. Sie heulte brav bis 1994!
erstes Feuerwehrfahrzeug
   
1953: 70 Jahre Feuerwehr & Wettkampfgruppe
   
70-Jahr-Jubiläum der FF Das 70-Jahr-Jubliäum und "120 Jahre Marktgemeinde" feierte man gemeinsam mit 18 Gastfeuerwehren. Auch die beiden Motorspritzen wurden bei dieser Gelegenheit gesegnet.
   
1953 nahm erstmals eine Wettkampfgruppe an den 3. Landesleistungsbewerben in Tulln teil und erreichte in Bronze 322 Punkte. 1954 erreichte unsere Bewerbsgruppe in Stockerau als einzige Landfeuerwehr der Umgebung das silberne Leistungsabzeichen. Seither ist die FF Hausleiten immer bei den Bewerben angetreten. 1. Wettkampfgruppe
   
Donauhochwasser 1954 1954 ging als Hochwasserjahr in die Geschichte der Donauanrainer ein. Unsere Feuerwehr war zwischen 11. und 14. Juli praktisch Tag und Nacht im Einsatz.

Seit 1955 (Jahr des Staatsvertrags) rücken die Feuerwehren des Unterabschnitts zum jährlichen Floriani-Gottesdienst aus.
   
1959: Neues Einsatzfahrzeug
   
1958 hatte die Feuerwehr in Eigenregie das Zeughaus renoviert. Dank der großzügigen Unterstützung der Bevölkerung konnte 1959 ein Ford FK-1250 als neues Kleinlöschfahrzeug von der Firma Rosenbauer angekauft werden (ATS 60.000,-- bzw. € 4.360,--). Es war auch ab 1960 das Kommandofahrzeug 1/9 des neugeschaffenen FuB-Zuges.
   
1963 (und 1966) überschwemmte das Schmelzwasser des Stranzendorfer Baches das Zentrum des Ortes.
   
1969: Tragkraftspritze
1964 wurde in das Einsatzfahrzeug ein Funkgerät eingebaut; 1965 das Dach des Zeughauses saniert und ein Rüstanhänger angekauft.

1969 erhielten wir eine neue Tragkraftspritze (VW-Automatik), deren Kosten sich Feuerwehr und Gemeinde teilten.

1970 wurde der einsturzgefährdete Schlauchturm instandgesetzt, in den nächsten Jahren das Gerätehaus innen und außen in Eigenregie renoviert.
   
     
1971: große Veränderungen
 
1971 entstand im Zuge der Gemeindezusammenlegung nicht nur die Großgemeinde "Marktgemeinde Hausleiten", sondern in NÖ wurde aus dem "Verein" Feuerwehr nun eine "Körperschaft öffentlichen Rechts". Seit 1973 gibt es einheitliche Sirenenzeichen; die neuen "Europa-Anzüge" ersetzen die alten Arbeitsmonturen. Das Gasthaus Eder erhielt eine neue Balldekoration, das Gerätehaus neue Eisentore.
 
1974 sammelte unsere Feuerwehr erstmals Altpapier (bis 1990!) und Altglas in Hausleiten bzw. Goldgeben, was in den nächsten 10 Jahren rund €5.814 an zusätzlichen Einnahmen brachte. So konnte aus diesem Erlös das erste Atemschutzgerät angekauft werden, je ein weiteres finanzierten Gemeinde und Lagerhaus. Angekauft wurde auch ein 9-Tonnen-Hubzug.
   
Die Feuerwehr gab nun regelmäßig Jahresberichte heraus, um die Bevölkerung zu informieren; ab 1980 einen Jahreskalender. Mit eigenen Scheinwerfern wurde die Pfarrkirche zu den Weihnachtsfeiertagen beleuchtet. Vermehrt wurden Löschbrunnen im Einsatzgebiet gegraben. 1978 fand erstmals der "Floriani-Wandertag" statt, dessen Reingewinn ebenfalls der Feuerwehr zufließen sollte.
   
1978: Tanklöschfahrzeug, Wettkämpfe und Partnerschaft
   
TLF 2000 Für den 18. Juni 1978 waren erstmals Abschnittsleistungsbewerbe in Hausleiten geplant, die jedoch (erstmals in ihrer Geschichte) um eine Woche verschoben werden mussten. Bei dieser Gelegenheit wurde unser neues TLF 2000 auf Steyr 590 von Rosenbauer vorgestellt und gesegnet. Einsatzgebiet war die gesamte Großgemeinde.
   
1979 fanden in Stockerau die Landesleistungsbewerbe statt. Unsere Feuerwehr bekam die ungarische Gästetruppe aus Nagyigmand zur Betreuung zugewiesen. Daraus sollte sich eine lange Freundschaft mit gegenseitigen Besuchen entwickeln, die zur offiziellen Partnerschaft beider Gemeinden führte.
 
Erstmals wurde von der Feuerwehr ein Telefonverzeichnis für die einzelnen Orte der Gemeinde erstellt und verteilt, das in den folgenden Jahren mehrmals aktualisiert wurde.

1980 überflutete der Stranzendorfer Bach wieder einmal das Ortszentrum. Angekauft wurden ein Notstromaggregat, eine große Tauchpumpeund ein gebrauchter Rüstanhänger. Es gab in diesem Jahr 18 Einsätze ...

1981 startete die Feuerwehr erstmals eine Überprüfung- und Verkaufsaktion für Feuerlöscher.

1982 erhielten wir wegen der Funkumstellung neue Funkgeräte.
 
1984: 100 Jahre FF Hausleiten und neues KLF
 
Die neue Mindesausrüstungsverordnung machte unseren "Emil", das alte KLF, zum Wrack. Nachdem die Haussammlung in Hausleiten und Goldgeben ein unerwartet hohes Ergebnis gebracht hatte, kaufte man bereits 1983 kein gebrauchtes, sondern ein neues KLF (VW-LT 35) mit einem Hötzl-Aufbau zum Preis von € 21.075 (ATS 290.000). Die Gemeinde musse nur den restlichen Betrag bis zum Eintreffen der Subvention vorfinanzieren.
   
1983 feierte man mit einer Veranstaltungsreihe "150 Jahre Marktgemeinde Hausleiten". Feuerwehr und Vereine trugen ihren Teil zur Förderung der Geselligkeit beim Bauernmarkt im Ortszentrum oder der Abendveranstaltung in der Halle Eichinger bei.
 
1984 begann das 100. Jubliäumsjahr unserer Feuerwehr mit einem tollen Feuerwehrball. Am Wochenende nach Pfingsten veranstalteten wir erstmals ein 3-tägiges Feuerwehrfest - in der Halle Eichinger mit Maibaumsetzen, Tanz, Vorführungen, Feldmesse und Segnung des Fahrzeuges vor dem Kaiserdenkmal und einem Sonderpostamt.
 
Warten auf ein neues Haus
 
1985 wurde eine gemeinsame Wintereinschulung für den gesamten Unterabschnitt eingeführt. 1986 fand bei der Mühle Bamberger eine Großübung mit dem Roten Kreuz statt, an der 8 Feuerwehren teilnahmen.

1987 bewährte sich bei einem schweren Gewitter das unterirdische Entlastungsgerinne, das im Zuge der Neugestaltung des Bachbereiches gebaut wurde. Der Ort sollte nun vor Überschwemmungen verschont bleiben.

1988 wurden eine neue Tragkraftspritze (Rosenbauer-Fox, € 8.720) und eine Abschleppachse angekauft.
 
1989 gibt es die ersten Überlegungen zum Neubau eines Feuerwehrhauses bzw. Vorschläge für den Standort. Spektakulärer Einsatz, als zwischen Gaisruck und Perzendorf ein AUA-Schulungsflugzeug in der Hochspannungsleitung hängen bleibt und abstürzt.

1990 beschloss der Gemeinderat den Bau des Gemeindezentrums und somit eines neuen Feuerwehrhauses. Im Herbst begannen die Arbeiten, an denen später auch die Feuerwehrmänner maßgeblich mitwirkten.
   
     
Neue Seilwinde 1994: Neues Feuerwehrhaus und Bewerbe
1994 siedelten wir schon im Frühjahr provisorisch in das neue Feuerwehrhaus um, nahmen 10 neue Personenrufempfänger in Betrieb und kauften eine 5-Tonnen-Seilwinde für das TLF.
 
26. Juni: 2. Abschnittsleistungsbewerb auf der Wiese hinter dem Feuerwehrhaus, Vergleichswettkampf der Feuerwehrjugend und Vorführung der Mädchengruppe der Feuerwehr Nagyigmand.

Bei den Leistungsbewerben in Stockerau erhielten wir wieder eine ungarische Gästegruppe aus Vasvar zugeteilt.

4.9.1994: Eröffnung unseres Feuerwehrhauses mit dem stellvertretenden Landesfeuerwehrkommandanten Vinzenz Staffel und einer kleinen Ausstellung über "110 Jahre", weiters Frühschoppen, FF-Shop, Luftburg, Zielspritzen und eine Hochfahrt mit der Drehleiter aus Stockerau.

Kosten des neuen Hauses: Gemeinde € 181.500, Feuerwehr € 109.000 und 2500 Arbeitsstunden.
 
1999: Zubau für FF
   
1995 wurde das Gemeindezentrum eröffnet.

1996 fand der Feuerwehrball erstmal im neuen Saal des Gemeindezentrums statt. Angekauft wurde eine leicht bedienbare Abschleppachse (Bodenselbstlader). Das alte Feuerwehrhaus wurde von der Gemeinde verkauft.
   
Nach mehreren Jahren Unterbrechung findet wieder ein "Fasching-Kehraus" statt, an dem auch die Feuerwehr mitarbeitet. Weitere Veranstaltungen der FF: Eisstockschießen, Schifahrt, Wandertag, Mitarbeiter-Ausflug, Gesellschaftsschnapsen, Advent in der Mühlgasse und Blutspendeaktionen.

1997 wurden >erstmals Mädchen zu unserer Feuerwehr aufgenommen (mittlerweise sind es 18!).

1999 wurde im Frühjahr der Zubau an der Nordseite des Gemeindezentrums fertiggestellt, dadurch erhielt die Feuerwehr auch zusätzlichen Platz (Schulungsraum, Getränkelager, Jugendecke) und einen Zugang zum Stiegenausgang des Saales. Auch dabei erfolgten viele Arbeiten in Eigenregie. Der Schulungsraum ist für die neue Grundausbildung 2000 ideal.

Die Zahl der Einsätze stieg in den letzten Jahren laufend an und pendelt sich bei 100 bis 120 pro Jahr ein.
 
2002/03: Zwei neue Fahrzeuge
 
2000: Unterabschnittsübung: Kirche und Pfarrhof (Brandschutz in historischen Gebäuden) - Dorffest zum Millennium - Partnerschaft zwischen den Gemeinden Hausleiten und Nagyigmand - 1. Adventmarkt der Feuerwehrfrauen, die damit den geplanten Ankauf eines RLF unterstützen.

2001 fand im Pfarrhofgarten erstmals die "Mountain-Maniac" statt. Das Clubbing wurde von den Jungen der Feuerwehr veranstaltet und brachte einen tollen Reingewinn.
1. Adventmarkt
 
RLF-Weihe Im Frühjahr wurde das RLF von Scania geliefert und nach Deutschland (Einbau der Seilwinde) und Graz (Aufbauten bei Firma Lohr) gebracht. Kosten: € 254.000,--. Im Spätherbst übernahm die FF das Fahrzeug, doch erst im Frühjahr 2002 wurde das neue RLFA 2000 gesegnet und der Öffentlichkeit vorestellt.
 
Gleichzeitig absolvierten drei Gruppen den Technischen Bewerb erfolgreich. Großübung des Roten Kreuzes mit der FF Hausleiten im Frühsommer. Hochwasserhilfe in der Gemeinde und Partneraktion für Grafenwörth im August. Ankäufe: 40 Schutzjacken, 30 Helme, 2. Achse für Abschleppwagen, EH-Koffer.
 
Im Herbst wurde von der Firma Grundschober ein "Renault-Master" günstig erworben und in Eigenregie zu einem Kommandofahrzeug "KDO-F" umgebaut (400 Planungsstunden und 410 Arbeitsstunden).

2003 wurde das neue KDO-F zu Floriani offiziell in Dienst genommen. Neues Übungssystem wird erprobt.

2004: 120 Jahre Feuerwehr Hausleiten
KDO-Weihe
 
Im Jänner 2006 tritt Alfred Franzel nach 30 Jahren im Kommando der FF Hausleiten als Kommandant der FF Hausleiten zurück, als Nachfolger wird Josef Haselberger gewählt.

Im Jahr 2008 startete die Freiwillige Feuerwehr Hausleiten das Projekt "KLF - Ersatzbeschaffung", da das alte Kleinlöschfahrzeug bereits seit 25 Jahren im Einsatzdienst steht und daher die heutigen Einsatzherausforderungen kaum mehr bewältigen kann. Als Nachfolgefahrzeug wird 2009 ein Versorgungsfahrzeug mit Sonderaufgaben (VF-S) angeschafft. Weiters wurde Ende 2008/Anfang 2009 auch kräftig in neue, moderne persönliche Schutzausrüstung investiert, um die Sicherheit der Einsatzkräfte in Zukunft gewähren zu können.
 
 
     
Kommandanten der FF Hausleiten
 
seit 2006 Josef Haselberger
1986 - 2006 Alfred Franzel
1968 - 1986 Franz Grundschober
1959 - 1968 Josef Lederer
1953 - 1959 Josef Röhsler
1945 - 1953 Franz Haas
1943 - 1945 Anton Grundschober
1938 - 1943 Franz Aringer
1924 - 1938 Franz Haas
1908 - 1924 Franz Hanisch
1907 - 1908 Josef Duchny
1884 - 1907 Johann Grünberger